Frank Schätzing – Nachrichten aus einem unbekannten Universum  

8 von 10 Punkten; Kiepenheuer & Witsch Verlag; 502 Seiten; erschienen 2006, Sparte: Sachbuch; Datum der Rezension: 13. April 2007

Zum Inhalt:
Frank Schätzing hat im Rahmen seiner Recherchen für Der Schwarm sehr viel Wissen über das Leben in den Ozeanen und Meeren angesammelt. So viel, dass es für das Schreiben eines Sachbuches gereicht hat, das sich folgendermassen aufgliedert:
Teil «Gestern»:
Wie ist die Erde entstanden? Wie entstanden die Ozeane? Was lebte darin? Wie kam das Leben an Land? Wann lebte überhaupt was, wo und wie? In diesem Teil wird die Erdgeschichte aufgerollt, natürlich mit dem Schwerpunkt «Leben im Meer».
Teil «Heute»:
Hier erfahren wir mehr über das heutige Leben im Wasser, von den obersten, küstennahen Regionen mit den prächtigen Korallenriffs über die mittleren Tiefen, in denen es nur noch Restlicht gibt bis zu den wirklich tiefen und weitgehend unbekannten Abgründen.
Teil «Morgen»:
Darin erfährt man, welche Herausforderungen möglicherweise auf die Spezies Mensch zukommen. Es gibt Informationen zu Projekten, wie mensch das Meer künftig nutzen will und kann. Etwa als Energiequelle, als Wohnregion (Stichwort schwimmende Städte) und natürlich als Transportweg.

Meine Meinung:
Ich lese nicht viele Sachbücher, da sie naturgemäss meist sehr viel trockener als Romane sind und ich beim Lesen vor allem unterhalten werden möchte. «Nachrichten aus einem unbekannten Universum» bietet jedoch genau das: Gute Unterhaltung. Frank Schätzing vermittelt zwar sehr viel Wissen auf den 502 Seiten des Buches, präsentiert die Informationen aber so, dass man in das Buch richtiggehend eintauchen kann - in jedem Sinn.
Humor und witzige Metaphern lassen das Buch schon fast zu einem Pageturner werden und Schätzing vermittelt eine Sicht auf die realen Vorgänge der Evolution, die um einiges spannender ist als mancher fiktive Thriller.
«Nachrichten aus einem unbekannten Universum» kann ich allen empfehlen, die sich 1. für Umweltprobleme, 2. wenigstens ein bisschen für das Meer und 3. auch für Fragen der Evolution interessieren. Auch Sinnsucher («Woher kommen wir, wohin gehen wir und wieso sind wir überhaupt hier?») können darin fündig werden – auch wenn die Antwort nicht allen gefallen wird.