Jonathan Stroud – Die Pforte des Magiers  

7 von 10 Punkten; cbj (C. Bertelsmann Jugendbuch) Verlag; 600 Seiten; erschienen 2006, Sparte: Jugendbuch/Fantasy; Datum der Rezension: 15. März 2007

 

Teil 1: Das Amulett von Samarkand

Teil 2: Das Auge des Golem

 

 

Inhalt:
Ein letztes Mal tun sich Bartimäus und Nathanael zusammen. Nachdem das Duo aus Dschinn und Mensch die Lovelace- und die Duvall-Verschwörung überstanden hat, gibt es neuen Ärger: Der Krieg mit den amerikanischen Kolonien läuft nicht wunschgemäss und Nathanael hat als britischer Informationsminister alle Hände damit zu tun, Propaganda zu verfassen und das Fussvolk bei Laune zu halten.
Die Widerständlerin Kitty versucht derweil einen anderen Weg, eine Revolution herbeizuführen. Anstatt weiterhin Anschläge zu verüben, will sie Dschinn und Mensch zu gegenseitiger Achtung und zur Zusammenarbeit bringen.

 

Meine Meinung:
Der letzte Teil der Bartimäus-Trilogie ist gleichzeitig auch der blutigste. Furchtbare Dämonen werden beschworen, schlimme Pläne geschmiedet und es gibt ein tragisches Ende. Trotzdem gibt es auch in Teil 3 einiges zu lachen und auch wenn das Setting des Buches sehr düster ist, so gibt es doch auch immer Hoffnung. «Die Pforte des Magiers» ist ein würdiger Abschluss für eine lesenswerte Trilogie, die nicht nur etwas für eingefleischte Fantasy-Fans ist.
Auch in «Die Pforte des Magiers» ist die Geschichte zu einem guten Teil vorhersehbar, es hat mich in diesem Fall aber nicht gestört, da es interessant war, der Handlung zu folgen, besonders der Entwicklung, die Nathanael und Kitty durchlaufen. Ausserdem erfährt man endlich, was es mit Bartimäus und Ptolemäus auf sich hat.
Apropos Bartimäus: Der hat zwar seinen Humor nicht verloren, er muss aber auch in Teil 3 etwas kürzer treten, was ich aber nicht bedauert habe. Sein zynischer Humor wäre schnell einmal anstrengend, wenn er überstrapaziert würde. Diese Klippe hat Jonathan Stroud elegant umschifft, indem er die ätzenden Sprüche in der richtigen Dosierung eingestreut hat. Bis zum Schluss werden auch alle Handlungsstränge schön aufgelöst, was nichts selbstverständlich und deshalb ein weiterer Pluspunkt ist.
Alles in allem eine Jugendbuch-Trilogie, die man auch Erwachsenen noch ohne schlechtes Gewissen zum Lesen geben kann.