Ulrike Renk – Echo des Todes

5 von 10 Punkten; Aufbau Verlag; 294 Seiten; erschienen 2009, Sparte: Thriller; Datum der Rezension: 22. Juni 2010

Inhalt:
Die Psychologin Constanze van Aken fühlt sich bedroht. Sie bekommt von einem Unbekannten Unterwäsche zugeschickt, ist sich nicht sicher, ob in ihre Praxis eingebrochen wurde und erhält Telefonanrufe, ohne dass sich am anderen Ende jemand meldet. Der Verdacht fällt schnell auf den eben aus der Haft entlassenen Robert Theißen. Constanzes Gutachten hat den Mann für acht Jahre hinter Gitter gebracht und nun fürchtet sie einen Racheakt. Der Staatsanwalt ist derselben Meinung. Nur ist Theißen nichts anzuhaben, bevor ihm nicht etwas zu beweisen ist.

Constanze findet bald keine Ruhe mehr und fragt sich, ob sie langsam verrückt wird aus Angst vor dem Stalker. Zudem wurde in der Nähe des Wochenendhauses, das sie mit ihrem Freund renoviert, eine Leiche gefunden. Als Constanze kurz darauf eine zweite Leiche findet, wird es ihr definitiv unheimlich.

Meine Meinung:
Ulrike Renk kann eines ganz hervorragend: Alltägliches und Banales beschreiben, ohne dass es langweilig wird. Ich konnte mich schnell in die Hauptprotagonistin Constanze van Aken einfühlen und fand ihr wirklich sehr gewöhnliches Leben spannend genug beschrieben, um weiterzulesen. Das Auftauchen eines Stalkers und was dessen perfide Aktionen bei Constanze auslösen, war ebenfalls gelungen beschrieben. Dieses Talent ist für eine längere Reportage zum Thema Stalking in einem Magazin perfekt.

Für ein Buch reicht mir das nicht ganz. Aber dafür hatte die Autorin ja vorgesorgt, indem sie die manchmal eben doch ein wenig zu langen Beschreibungen des Alltags von Constanze noch mit einer Zusatzgeschichte würzte (der Stalker muss ja bis zum Ende gefunden werden). Nur leider war die Geschichte einerseits total unglaubwürdig und andrerseits recht vorhersehbar. Ich kann hier leider nicht mehr verraten, weil sonst der Gag für all die weg wäre, die das Buch noch lesen möchten.

Fazit:
Zu wenig Fleisch am Knochen.